27 Jun 2026
DSWV Jahrespressekonferenz zeigt anhaltende Stagnation im legalen Sportwettenmarkt bei gleichzeitig steigenden Erwartungen für die WM 2026

Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) hat auf seiner jährlichen Pressekonferenz die jüngsten Entwicklungen im regulierten Sportwettenmarkt vorgestellt, wobei die Zahlen eine weitgehende Stagnation bei gleichzeitig anhaltenden Herausforderungen durch den Schwarzmarkt verdeutlichen; zugleich wurden die Aussichten auf ein hohes Wettvolumen während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 diskutiert. Die Veranstaltung fand im Juni 2026 statt und bot einen Überblick über die aktuelle Marktlage sowie die anstehende Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags.
Aktuelle Entwicklung des legalen Sportwettenmarkts
Die vom DSWV präsentierten Daten zeigen, dass der legale Sportwettenmarkt in Deutschland in den vergangenen Monaten kaum Wachstum verzeichnet hat, während gleichzeitig die regulatorischen Rahmenbedingungen und die Konkurrenz durch illegale Anbieter weiterhin Druck auf die lizenzierten Betreiber ausüben. Branchenvertreter berichten von stabilen, aber nicht steigenden Umsätzen, was auf eine Sättigung in bestimmten Segmenten und auf die strengen Werbe- und Zugangsbeschränkungen zurückgeführt wird; die Zahlen belegen zudem, dass viele potenzielle Kunden weiterhin auf nicht regulierte Plattformen ausweichen.
Erwartetes Wettvolumen bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026
Ein zentrales Thema der Konferenz bildeten die Prognosen für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026, bei der Experten mit einem Wettvolumen von bis zu einer Milliarde Euro rechnen; diese Erwartung basiert auf der hohen Popularität des Turniers und der zunehmenden Akzeptanz legaler Angebote, obwohl die genaue Verteilung auf lizenzierte und illegale Kanäle noch offen bleibt. Vertreter des Verbands erläuterten, dass die Kombination aus Live-Übertragungen, mobilen Wetten und erweiterten Zahlungsoptionen zusätzliche Impulse schaffen könnte, während gleichzeitig die Notwendigkeit einer klaren Regulierung betont wurde, um einen möglichst großen Teil des Volumens im legalen Bereich zu halten.

Regulatorische Fragen vor der Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags
Im Vorfeld der anstehenden Überprüfung des Glücksspielstaatsvertrags wurden auf der Pressekonferenz verschiedene regulatorische Aspekte diskutiert, darunter die Wirksamkeit bestehender Maßnahmen gegen illegale Anbieter sowie mögliche Anpassungen bei Werbebeschränkungen und Lizenzvergaben. Die Teilnehmer wiesen darauf hin, dass die Evaluierung bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll und dass erste Daten aus dem laufenden Betrieb bereits in die Bewertung einfließen; dabei spielen auch technische Entwicklungen wie Netzsperren und verbesserte Identifikationsverfahren eine Rolle, die in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden sollen.
Einfluss des Schwarzmarkts auf die legale Branche
Ein wiederkehrendes Thema blieb der wachsende Schwarzmarkt, der laut den vorgestellten Informationen weiterhin einen erheblichen Anteil der Wetten auf sich zieht und damit die legalen Anbieter benachteiligt; Schätzungen deuten darauf hin, dass illegale Plattformen durch geringere Steuerlasten und weniger strenge Zugangsregeln attraktiver erscheinen, was zu einer Verlagerung von Kundenzahlen führt. Die Vertreter des DSWV unterstrichen die Notwendigkeit, durch gezielte Aufklärung und verbesserte rechtliche Instrumente gegen diese Entwicklung vorzugehen, ohne jedoch konkrete neue Zahlen zur genauen Marktanteilsverteilung zu nennen.
Ausblick und weitere Schritte
Abschließend fasste der Verband zusammen, dass die kommenden Monate entscheidend für die Positionierung des legalen Markts sein werden, insbesondere im Hinblick auf die Weltmeisterschaft und die Vertragsreform; es wurde betont, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Verbänden und lizenzierten Anbietern erforderlich ist, um die Rahmenbedingungen zu verbessern. Weitere Details und Hintergrundmaterialien sind auf der Website des DSWV verfügbar. Die Konferenz schloss mit der Ankündigung, dass im Herbst 2026 weitere aktualisierte Marktdaten veröffentlicht werden sollen.