18 May 2026
Deutschland evaluiert den GlüStV 2021 neu und sucht Wege gegen illegale Wettplattformen bis Ende 2026

Die 16 Bundesländer haben beschlossen, den seit 2021 geltenden Glücksspielstaatsvertrag bis Ende 2026 umfassend zu überprüfen, während Daten zeigen, dass etwa ein Viertel aller deutschen Wettkunden auf nicht lizenzierte Plattformen ausweicht und dort jährlich rund 547 Millionen Euro umsetzt; diese Entwicklung hat die Verantwortlichen veranlasst, die bestehenden Rahmenbedingungen auf ihre Wirksamkeit hin zu untersuchen und mögliche Anpassungen bei Limits, Kontrollen sowie Steuern zu prüfen, damit legale Angebote stärker genutzt werden können und der Markt wettbewerbsfähiger wird.
Hintergründe zum aktuellen Regelwerk und dessen Auswirkungen
Seit Inkrafttreten des Vertrags operieren nur 28 lizenzierte Sportwettenanbieter unter strengen Vorgaben, die unter anderem eine monatliche Einzahlungsgrenze von 1000 Euro, eine Wettsteuer von 5,3 Prozent auf jeden Einsatz sowie Begrenzungen bei Bonusangeboten umfassen, und diese Einschränkungen haben dazu geführt, dass viele Spieler auf Angebote ohne deutsche Lizenz zurückgreifen, weil dort flexiblere Bedingungen und höhere Limits verfügbar sind; Beobachter notieren, dass die Kombination aus steuerlicher Belastung und restriktiven Spielregeln den legalen Markt spürbar belastet und gleichzeitig den Schwarzmarkt attraktiver erscheinen lässt.
Zahlen und Fakten zur Nutzung illegaler Plattformen
Statistiken belegen, dass rund 25 Prozent der deutschen Wettenden regelmäßig nicht lizenzierte Seiten nutzen und damit ein jährliches Volumen von etwa 547 Millionen Euro generieren, während die legalen Anbieter mit ihren begrenzten Möglichkeiten nur einen Teil des Gesamtmarktes abdecken können; diese Verteilung verdeutlicht die Herausforderung, die Kanalisierung von Spielern in regulierte Strukturen zu verbessern, und die Länder haben daher angekündigt, im Mai 2026 erste Zwischenergebnisse ihrer Evaluierung vorzustellen, um rechtzeitig vor der endgültigen Neubewertung im Dezember 2026 konkrete Vorschläge erarbeiten zu können.
Geplante Anpassungen bei Einzahlungslimits, Steuern und Durchsetzung
Experten diskutieren derzeit, ob die monatliche Einzahlungsobergrenze von 1000 Euro angehoben, die Steuer auf Einsätze angepasst oder Bonusbeschränkungen gelockert werden sollten, damit legale Plattformen konkurrenzfähiger werden und Spieler weniger Anreize haben, auf unregulierte Anbieter auszuweichen; gleichzeitig prüfen die Bundesländer, wie die Durchsetzung bestehender Regeln verbessert werden kann, um illegale Angebote effektiver einzudämmen, ohne dabei die Schutzziele des Vertrags wie Spielsuchtprävention und Jugendschutz zu vernachlässigen.

Die 16 Länder setzen auf einen gemeinsamen Prozess, bei dem Daten zu Spielverhalten, Steuereinnahmen und Marktanteilen ausgewertet werden, und dabei soll auch untersucht werden, inwieweit strengere Kontrollen oder alternative Besteuerungsmodelle den Anteil legaler Anbieter erhöhen können; Vertreter der Länder betonen, dass eine bessere Kanalisierung nicht nur mehr Steuereinnahmen sichern, sondern auch den Spielerschutz stärken würde, da auf lizenzierten Seiten striktere Alterskontrollen und Suchtpräventionsmaßnahmen greifen.
Ausblick auf mögliche Reformen und deren Umsetzung
Die Evaluierung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein, sodass anschließend gesetzliche Anpassungen auf den Weg gebracht werden können, die sowohl die Attraktivität legaler Wettangebote steigern als auch die illegale Konkurrenz zurückdrängen; Beobachter weisen darauf hin, dass eine erfolgreiche Reform von der Balance zwischen wirksamen Schutzmechanismen und wirtschaftlichen Anreizen abhängt, und die Länder haben signalisiert, dass sie bei Bedarf auch internationale Erfahrungen mit flexibleren Regulierungsmodellen einbeziehen werden, um den deutschen Markt zukunftsfähig zu gestalten.
Zusammenfassung und Ausblick
Die bevorstehende Neubewertung des GlüStV 2021 bis Ende 2026 stellt einen wichtigen Schritt dar, um die aktuellen Herausforderungen im deutschen Wettmarkt anzugehen, und die beteiligten Bundesländer arbeiten daran, durch gezielte Änderungen bei Limits, Steuern und Kontrollen die Kanalisierung zu verbessern sowie die Wettbewerbsfähigkeit legaler Anbieter zu stärken; Daten zeigen bereits jetzt, dass ein erheblicher Teil des Marktes in unregulierte Kanäle abfließt, weshalb die kommenden Monate entscheidend für die Weichenstellung bis 2026 sein werden. Weitere Hinweise zu lizenzierten Anbietern bieten Plattformen wie Best Betting Sites in Germany, die aktuelle Übersichten zu regulierten Optionen bereitstellen.